Dietmar Osterburg - inside out /CDArt.-Nr. NRW-CD 9021
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Pressestimmen: Flüssigkeit und Eleganz kennzeichnen das Spiel des Braunschweiger Gitarristen Dietmar Osterburg. Was ihm da so alles aus den Fingern perlt, grenzt auch auf seinem zweiten Album an ein Wunder. Auf Stücken wie "The Way Through", "Reverse" oder "Mosaic" ist Geschwindigkeit zwar nicht alles, aber sie trägt doch entscheidend zu dem Höreindruck bei, dass diesem Trio keine Beschränkungen auferliegen. Die Sicherheit und der elastische Ton von Bassist André Neygenfind sind ebenso wichtiger Bestandteil des Sounds wie der gewandte, sich auf engstem Raum flexibel bewegende Schlagzeuger Eddie Filipp. Dass dieser Filigrantechniker mal bei der Oldie-Kapelle Sweet ausgeholfen hat, erscheint einem wie ein schlechter Scherz. Doch im Mittelpunkt steht natürlich der ausgereifte Gitarrenklang des Bandleaders, der sich das Dutzend neuer Kompositionen selbst auf den Leib geschrieben hat. Mit seiner Verquickung von Akkord- und Melodiespiel zeigt Osterburg der Mainstreamgitarre im Jazz dabei ganz nebenbei neue Wege auf. (Jazzthing) Zuzuhören, wie Dietmar Osterburg auf der Gitarre Akkorde, Melodien und Rhythmen ineinander verquickt und André Neygenfind und Eddie Filipp ihr Spiel auf Kontrabass und Schlagzeug so elegant einflechten, dass das Trio wie ein einziger musikalischer Organismus wirkt, schafft ein riesengroßes Vergnügen. Wer sich in das Gitarrenspiel weiter vertieft, muss zudem bewundern, wie viel Denkarbeit und Fingerfertigkeit hinter Osterburgs völlig natürlich wirkenden Klängen steckt. Während er im höheren Register mit Melodien verzaubert, grundiert er mit Akkorden auf den tieferen Saiten und umgekehrt. Nur: Diese Brillanz wirkt nie aufgesetzt oder gewollt. Wer sich nicht in die technischen Seiten des Spiels hineindenkt, kann schlicht und einfach wunderbare Musik genießen. Dabei meiden Osterburg und Gefährten alles Schrille, Plakative, mit dem andere Gitarristen – zu Recht – Weltgeltung erlangten. Er knüpft in den meisten der zwölf Titel an die warmen Sounds der mit Resonanzkörpern und Pickups ausgestatteten Gitarren der Fünfzigerjahre an und lässt die Töne tanzen, dass es eine Freude ist. Dass er auch anders kann, zeigt der heitere Pedaleinsatz im funky angehauchten "Right Ahead". Die übrigen elf Titel sind eher in mittleren oder Balladentempi gehalten. "Inside Out" ist eine von jenen Platten, die bei genauerer Analyse Bewunderung des handwerklichen Aspekts abnötigen. Der gerät jedoch dank der immensen Musikalität und Schönheit der Titel so sehr in den Hintergrund, dass es die pure Freude ist, sich in dem Wohlklang der Musik zu suhlen. (Rondo) Wenn der Titel "Inside Out" auf den Komponisten und Gitarristen Dietmar Osterburg gemünzt ist, dann ist der Braunschweiger Musiker ein beseelter Romantiker. Seine verträumten und lyrischen Melodielinien auf der Gitarre wie in "Turn again" werden unterstützt von den sensibel agierenden Rhythmikern Anré Neygenfind am Kontrabass und Eddie Filipp am Schlagzeug. Beide halten sich im Hintergrund, während der Kopf des klassischen Gitarren-Trios mit seinem auch in schnellen Läufen filigranen und perlenden Saitenspiel den Ton angibt. In seinen Soli auf dem Bass erweist sich Neygenfind als ein ebenbürtiger Melodiker und Schlagzeuger. Filipp agiert selbst in rockigeren Passagen weich und flexibel. Keine Diskussion: Dietmar Osterburg ist ein brillanter Solist, mit sprühenden melodischen Einfällen, der offensichtlich Jazz und Klassik gleichermaßen verinnerlicht hat, der lyrisch ebenso wie funky spielt und unüberhörbar vehement swingt. Aber seine Kompositionen bergen bei aller inneren Logik und virtuoser Präsentation keine Überraschungen oder gar Klangexperimente. Das ist wahrscheinlich auch gar nicht gewollt. Sich entspannt und melodisch im Mainstream zu bewegen, ist legitim. Die Musik des Osterburg Trios ist Balsam für empfindsame Seelen. (Jazzpodium) Der Jazz-Gitarrist aus Braunschweig tauchte 2007 mit seinem Debüt wie aus dem Nichts auf - und machte mich damals sprachlos mit seinem ganz großen Ton, extrem lebendigen Linien, einem klanglichen Spektrum und Ton- und Phrasierungsvarianten, die man in dieser Vielfalt kaum mal von einem einzigen Musiker zu hören bekommt. Genau das alles & noch etwas mehr bietet auch sein neues Album. Großartige Gitarrenmusik, die von jedem Jazz-Gitarristen gehört werden sollte. (Gitarre & Bass) --------- Hatte der Braunschweiger Gitarrist und Komponist Dietmar Osterburg schon von Anfang an (seine Debut-CD erschien 2007) mit seiner virtuosen, fast schon pianistischen Verquickung von Melodie- und Akkordspiel ziemlich neue Türen aufgestoßen, so erscheint alles das und noch viel mehr auf "Inside Out" als verstärkt, gereift, noch konsequenter, noch gewagter auf- und durchgeführt. Und es sei getrost darauf hingewiesen, dass sich da jetzt ein Künstler wieder zu Wort meldet, dessen handwerkliche Fähigkeiten entscheidend Anteil haben an dem was an diesem Jazz wirklich einzigartig, "ausgefallen", originell, originär und immerzu überraschend ist. Das Trio spielt in unveränderter Besetzung, mit André Neygenfind am Kontrabass und Eddie Filipp am Schlagzeug, Diese Rhythmusgruppe ist weit mehr als just dies. Sie ist, was vor 60 Jahren in den "Poll Winners" Shelly Manne und Ray Brown für Barney Kessel waren: eine Troika, in der sich Solo- und Begleitspiel im Wortsinne in hörbares Wohlgefallen auflösten. André und Eddie haben ständig jede Menge zu tun. Sie betonen, sie akzentuieren, sie diktieren, sie verschieben, sie fragen, sie antworten – kurz: sie sorgen dafür, dass das Dietmar Osterburg Trio kein Business-as-usual-Betrieb ist. Sondern eine kraftvolle Einheit, die für mehr Spannung als jeder Spitzenkrimi sorgt. Biografische Notizen: Dietmar Osterburg hat in den Niederlanden und in Deutschland Gitarre und Kontrabass studiert. Zusammengearbeitet hat er mit so unterschiedlichen Musikern und Gruppen wie Uli Beckerhoff, Joe Bawelino, Janusz Stefanski oder (als Bassist) dem Martin Weiss Ensemble. Der Braunschweiger hat reichliche Tourneen- und Festivalerfahrung, hat 2007 in derselben Besetzung das Album "for a while" vorgelegt, ist Gewinner des Jazzpreises Hannover, kann auf Fernseh- und Funkpräsens verweisen und nimmt, wenn er nicht gerade seinen Jazz spielt, Aufgaben als Theatermusiker wahr, wie schon in Hamburg, Hannover, Braunschweig und Celle. André Neygenfind hat sein Studium in Lübeck absolviert und Unterricht bei Dieter llg und Peter Kolwald gehabt. Der hauptberufliche Kontra- und E-Bassist hat u. a. mit Uli Beckerhoff, Kai Brückner, Christoph Oeding und dem Juju Orchestra gearbeitet und an CD-Produktionen etwa mit Groove Galaxy und Dub Guerilla (Uwe Granitza, Dr. Ring Ding, Nils Wogram) teilgenommen. Eddie Filipp ist ein gefragter, weil stilistisch äußerst flexibler Schlagzeuger, der u. a. mit Andy Scotts Sweet, Inga Rumpf, Alex Conti, Tony Lakatos, Nils Tuxen und Dave Goodman zusammengespielt und an vielen CD-Produktionen mitgewirkt hat, u. a. von Dirk Busch, Drummers Communicate, Human Elements und Orange Blue.
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